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EINLEITENDE WORTE VON PAPST BENEDIKT XVI.
 BEI DER ABSCHLUSSMESSE DER BEGEGNUNG
MIT DEM "RATZINGER-SCHÜLERKREIS" 

Castel Gandolfo
Sonntag, 28. August 2011

 

Liebe Brüder und Schwestern,

wir antworten heute auf die erste Lesung aus dem Propheten Jeremia mit dem Psalm 62: Meine Seele dürstet nach dir, dem lebendigen Gott wie trockenes, ausgelaugtes Land wartet sie auf dich, den lebendigen Gott.

In dieser Zeit der Abwesenheit Gottes, in der das Land der Seelen dürre ist, und die Menschen dennoch nicht wissen, wo das lebendige Wasser herkommen sollte, wollen wir den Herrn bitten, dass er sich zeigt. Wir wollen ihn bitten, dass er denen, die anderswo die lebendigen Wasser suchen, zeigt, dass er es ist, und dass er nicht zulässt, dass der Menschen Leben, ihr Verlangen nach dem Großen in Vorläufigen ertrinkt und erstickt.

Wir wollen ihn bitten vor allem für die jungen Menschen, dass der Durst nach ihm in ihnen lebendig wird und dass sie erkennen, wo Antwort ist. Und wir wollen ihn, wir, die ihn von Jugend auf kennen durften, um Vergebung bitten, dass wir so wenig das Leuchten seines Antlitzes zu den Menschen tragen, dass so wenig von uns die Gewissheit kommt „Er ist es, Er ist da und Er ist das Große, auf das wir alle warten.“ Wir wollen ihn bitten, dass er uns vergibt, dass er uns erneuert mit den lebendigen Wassern seines Geistes und uns schenkt, die heiligen Geheimnisse recht zu feiern.

 

 



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