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ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS AN DIE MITGLIEDER
DER VEREINIGUNG DER HLL. PETRUS UND PAULUS

Segnungssaal
 Sonntag, 23. Juni 2013

 

    

Guten Tag!

Ich möchte euch danken, ganz herzlich danken! Ihr habt mich von Anfang an mit eurem Gebet, mit eurer Zuneigung und mit euren wertvollen Diensten bei den verschiedenen Gottesdiensten begleitet. Dafür danke ich euch von Herzen.

Ich weiß, dass »hinter den Kulissen« sehr viel Organisationsarbeit geleistet wird. Und ich weiß auch, dass euer Apostolat sich neben eurem Dienst des Empfangs bei Gottesdiensten in der Petersbasilika auch auf kulturelle und karitative Aktivitäten erstreckt. Gerade die Nächstenliebe, die ganz konkrete Aufmerksamkeit für andere Menschen, für die Ärmsten, Schwachen und Bedürftigen, ist ein charakteristisches Unterscheidungsmerkmal des Christen. Ihr habt auch ein intensives Ausbildungsprogramm für die Anwärter und jungen Schüler, die am Leben der Vereinigung teilnehmen wollen. In der Kenntnis und Liebe Gottes zu wachsen ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, seine Barmherzigkeit allen zu bringen und sie zu leben, indem wir im Antlitz derer, denen wir begegnen, Sein Antlitz sehen. Für all dies möchte ich euch meine Wertschätzung und meine Dankbarkeit aussprechen. Ich gratuliere auch den zweiundzwanzig neuen Mitgliedern, die heute Vormittag ihr Gelöbnis abgelegt haben: die Liebe Christi sei euch immer eine Gewissheit, damit ihr seine großzügigen und überzeugten Zeugen sein könnt! Es ist schön, Mitglied einer Vereinigung wie der eurigen zu sein, die sich aus Männern verschiedener Altersstufen zusammensetzt, die das gemeinsame Verlangen danach vereint, ein ganz besonderes Zeugnis des christlichen Lebens abzulegen, indem ihr der Kirche und den Brüdern dient, ohne irgendeine Gegenleistung zu erwarten.

Das ist schön: dienen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten, ganz so, wie es Jesus getan hat. Jesus hat uns allen gedient und hat keine Gegenleistung gefordert! Jesus hat die Dinge unentgeltlich getan, und ihr tut die Dinge unentgeltlich. Eure Belohnung besteht gerade darin: in der Freude, dem Herrn zu dienen, und das gemeinsam zu tun! Lernt ihn immer besser kennen, durch das Gebet, durch die Tage der Exerzitien, durch die Meditation des Wortes Gottes, durch das Studium des Katechismus, um ihn immer mehr zu lieben und ihm mit einem großzügigen, großen Herzen zu dienen, mit Großmut. Diese schöne christliche Tugend: die Großmut, ein großes Herz haben, das Herz immer weiter zu öffnen, geduldig, jedermann lieben; und nicht diese Kleinlichkeiten, die uns so wehtun, sondern die Großmut. Euer Zeugnis wird dann überzeugender und wirksamer sein, und auch euer Dienst wird besser und freudiger.

Ich vertraue euch alle dem mütterlichen Schutz der Muttergottes und der Fürsprache der hll. Petrus und Paulus an. Ich bete auch für eure Angehörigen, vor allem die kranken, und für eure heranwachsenden Kinder. Ich habe hier viele Kinder gesehen: das ist sehr schön, es ist sehr schön! Betet auch weiterhin für mich. Ich erteile euch allen voller Zuneigung meinen Segen. Danke!

Jetzt erteile ich euch den Segen. Denkt an all diejenigen, die ihr sehr liebt: an die Familie, an die Freunde, damit der Segen auf sie herab komme. Aber denkt auch an einige Menschen, die ihr nicht sonderlich lieb habt, einige Menschen, die euch Böses getan haben, einige Menschen, über die ihr euch etwas ärgert. Denkt auch an sie, damit der Segen auch ihnen gilt.

 



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