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ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS
AN  DIE TEILNEHMER DER KONGREGATION VON DEN HEILIGEN WUNDMALEN
UNSERS HERRN JESUS CHRISTUS 
(STIGMATINER)

Konsistoriensaal
Samstag, 10. Februar 2018

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Improvisierte Ansprache des Heiligen Vaters

Schriftlich vorbereiteter Text des Heiligen Vaters

 


Was der aus dem Amt scheidende Generalobere gesagt hat, hat mir gefallen. Ich habe eine Ansprache für euch vorbereitet, aber während er sprach, habe ich etwas in meinem Innern vernommen und werde frei zu euch sprechen. Und Erzbischof Gänswein wird die offizielle Kopie der Ansprache überreichen. Wir sprechen hier über das, was ich im Innern vernommen habe, in Ordnung?

Eine Sache, die mich berührt hat, ist die Brüderlichkeit: Der Generalobere sprach von der Brüderlichkeit, die vielleicht etwas schwach geworden ist… Es ist nicht einfach, die Brüderlichkeit zu leben. Die Brüderlichkeit im Ordensleben, das Gemeinschaftsleben… Auch unser heiliger Johannes Berchmans hat gesagt: »Mea maxima poenitentia, vita communis.« Das Gemeinschaftsleben, das brüderliche Leben ist schwierig, weil es menschliche Probleme gibt, Eifersucht, Konkurrenzdenken, Unverständnis: viele Dinge, die wir alle haben, alle, ich an erster Stelle. Alle. Sich dessen bewusst zu sein ist sehr wichtig, um im Gemeinschaftsleben verständnisvoll zu sein. Und dahin zu gelangen, als Brüder miteinander reden zu können. Gut.

Und manchmal, wenn man als Brüder miteinander redet, sagt man Dinge, die dem anderen nicht gefallen. Aber man sagt sie als Bruder, also mit Liebe, mit Freundlichkeit, mit Demut, aber man verbirgt die Dinge nicht, nein. Eines ist klar, die klarste Sache im Gemeinschaftsleben: als Brüder miteinander reden zu können. Vielleicht sagt der Bruder dir etwas, das dir nicht gefällt, aber ohne Groll zu hegen: »Er hat mir das angetan, das wird er mir büßen!« Das geht nicht.

Die Brüderlichkeit ist jedoch eine Gnade, und wenn kein Gebet da ist, dann kommt diese Gnade nicht. »Ja, ich bete das Stundengebet, ich bete, ich denke über das Evangelium nach…« Ja, ja, aber betest du für diesen und jenen Bruder, für den Oberen? Das konkrete Gebet für den Bruder. Das konkrete Gebet für den Bruder. Und das bringt das Wunder der Brüderlichkeit hervor. Und manchmal wird in Gemeinschaftsversammlungen gestritten, aber auch in guten Familien, in guten Ehen wird gestritten. Streiten ist  keine Sünde. Sünde ist der Groll, die Feindseligkeit, die der Streit dir im Herzen zurücklässt. Aber streiten bedeutet, die Dinge so zu sagen, wie man sie denkt, als Brüder die Luft der Freiheit zu atmen. Habt keine Angst! Ohne jemanden zu beleidigen, aber die Dinge so sagen, wie sie sind. Und dann den Mut zu haben, so miteinander zu reden, wie das Evangelium uns lehrt: Wenn du ein Problem mit deinem Bruder hast oder weißt, dass er etwas gegen dich hat, dann rede mit ihm. Rede mit ihm unter vier Augen. Und dann, wenn es nicht funktioniert, dann rede in der Gemeinschaft, aber rede. Schluck das Unverdauliche nicht hinunter; diese Probleme können nicht verdaut werden.

Ich ermahne euch, im Gemeinschaftsleben diesen Weg der Wahrheit, der Freiheit zu gehen, mit viel Liebe und Gebet, aber so zu gehen, ohne Angst zu haben. Habt keine Angst! Es ist schlimm, wenn ich als Ordensmann nicht den Mut habe, meinem Bruder ins Gesicht zu sagen, was ich denke, sondern es hinter seinem Rücken einem anderen sage. Das ist Klatsch. Gestattet mir ein Wort: Es ist der Klatsch von »alten Jungfern«. Und wir haben ein Gelübde der Keuschheit abgelegt, kein Gelübde der »Altjüngferlichkeit«, nein, der Keuschheit: Das ist etwas anderes. Und statt keusch zu sein, werden wir »altjüngferlich«. Und was ist das Schlimmste an der »alten Jungfer « – sei es eine Frau oder ein Mann? Auf die Vaterschaft, auf die Mutterschaft zu verzichten. Das ist interessant: Wenn jemand nicht auf die geistliche Vaterschaft verzichtet und versucht, sie in ganzer Fülle zu leben, dann lebt er die Brüderlichkeit in der Gemeinschaft besser. Der Klatsch ist dagegen ein Vorwand: Damit versuchst du, das Problem zu lösen, aber du löst gar nichts. Du weinst dich etwas aus, aber du weinst dich aus wie eine »alte Jungfer«. Vielleicht habt ihr gehört, wie ich den Klatsch oft nenne: Das Klatschmaul ist ein »Terrorist«. Denn Klatsch ist ein Terrorakt, über jemanden zu klatschen, denn ich gehe mit der Bombe in der Hand hin, werfe die Bombe, zerstöre den Bruder und gehe in Ruhe weg. Und wer stellt den guten Ruf des Bruders dann wieder her? Ich tue Böses hinter seinem Rücken. Es ist wie Verleumdung oder Diffamierung. Manchmal habe ich möglicherweise recht, aber ich diffamiere jemanden: Ich nehme ihm den guten Ruf. Dazu fällt mir jene Anekdote vom heiligen Philipp Neri und dem Huhn ein: von jener Frau, die beichten gegangen ist, dass sie geklatscht hat. Und als Strafe hat er ihr auferlegt, ein Huhn zu rupfen. Kennt ihr die Geschichte? Und dann kam sie zurück: »Und jetzt versuche, die Federn wieder einzusammeln.« Man kann es nicht. So ist es. Du hast etwas zerstört, wenn du erst einmal Verleumdungen oder Klatsch, Diffamierungen gesät hast. Der Teufel ist schlau: Er benutzt das, was unsere Schwäche ist. Er ist schlau. Brüderlichkeit. Bitte bewahrt die Brüderlichkeit.

Das bedeutet nicht, dass wir alle enge Freunde sein müssen. Nein, Brüder. Mit dem Respekt, den Regeln des Respekts, den Regeln der Freiheit, der Wertschätzung und dem Gebet füreinander. Und dazu bitte ich euch, euer Gewissen zu erforschen. In diesen Tagen, vor den Wahlen, werdet ihr eine Gewissenserforschung halten, sowohl auf gemeinschaftlicher als auch auf persönlicher Ebene. Auch dazu: die Brüderlichkeit.

Die zweite Dimension ist euer Name, der von den Wundmalen kommt. Das gefällt mir sehr. Der heilige Bernhard sagt, dass das menschgewordene Wort Gottes ein »Sack voll Barmherzigkeit« ist, der im Leiden, durch die Wundmale, über uns ausgegossen wurde. Die Wundmale des Herrn, die Wunden des Herrn sind die Tür, durch die die Barmherzigkeit kommt. Jener »Sack voll Barmherzigkeit «, der Jesus Christus ist. Und weiter sagt der heilige Bernhard, sicher habt ihr das gelesen: Wenn ich niedergeschlagen bin, wenn ich zu viel gesündigt habe, wenn ich dies oder das oder jenes getan habe…, dann gehe ich hin und suche Zuflucht in den Wunden des Herrn. Seid euch bewusst, dass ihr »voller Wunden« seid. Jeder von uns ist »voller Wunden« und erlöst das eigene Leben, wenn er es mit den Wunden des Herrn vereint. Nur das Bewusstsein um eine Kirche »voller Wunden«, eine Kongregation »voller Wunden«, eine Seele oder ein Herz »voller Wunden« bringt uns dazu, in den Wunden des Herrn an die Tür der Barmherzigkeit zu klopfen. Wer weiß, dass er »voller Wunden« ist, sucht die Wunden. Sucht diesen Text: die Betrachtung der Wunden des Herrn bedeutet, in seine Wunden einzutreten. Vom heiligen Bernhard. Er ist eine schöne Persönlichkeit, ich mag ihn sehr!

Der »Sack voll Barmherzigkeit« hat sich in den Wunden des Herrn für alle geöffnet. Auch das ist interessant: Die Menschen, die nicht spüren, dass sie durch die Sünde »voller Wunden« sind, verstehen die Wunden Christi nicht. Manchmal hört man: »Diese Verehrung der Wundmale Christi ist etwas mittelalterlich…« Dieser Mensch spürt  nicht, dass er »voller Wunden« ist. »Durch seine Wunden sind wir geheilt« (vgl. 1 Petr 2,24). Genau dort: die Wunde des Herrn. Und wie es in jenem schönen Gebet heißt: »Birg in deinen Wunden mich« (Anima Christi). Verbirg mich vor meiner Scham. Verbirg mich vor dem Zorn des Vaters. Verbirg mich vor meinem Elend. Aber in deinen Wunden. Schämt euch nicht, die Wunden des Herrn zu verehren. Es ist euer Weg der Heiligung. Lehrt die Menschen, dass wir alle »voller Wunden sind«. Ein Sünder »voller Wunden« findet Vergebung, Frieden und Trost nur in den Wunden des Herrn, nicht woanders. Das ist das Zweite, was mir in den Sinn gekommen ist, während der Generalobere gesprochen hat.

Und das Dritte ist die Heilige Familie. Jesus, Maria und Josef. Immer fügsam, den Willen Gottes zu tun. Maria, die Frau »in Eile«. Ich mag jenen Abschnitt bei Lukas sehr gern, wo es heißt, dass Maria zu ihrer Verwandten Elisabet »eilte«, um ihr zu helfen (vgl. 1,39). Es wäre schön, dies in die Litaneien einzufügen: »Muttergottes der Eile, bitte für uns.« Immer in Eile, um zu helfen. Und Josef ist der sanftmütige Mann, der in den Träumen Nachrichten erhielt. Böse Zungen behaupten, dass Josef bereits ein alter Mann war und an Schlaflosigkeit litt, nicht schlafen konnte. Es war jedoch ein psychologisches Problem: Er war erschreckt, denn immer, wenn er eingeschlafen war, hatte man ihm die Pläne geändert! Er ist der Mann, der offen ist für die Offenbarungen des Herrn. Und mit der Sanftheit, der Arbeit… Aber vereint, gemeinsam: Marias Eile, Josefs starke, geduldige Sanftmut… – stark! – haben es verstanden, den Sohn zu erziehen. Die Verehrung der Gottesmutter und des heiligen Josef. Diese Verehrung darf nicht vernachlässigt werden. Jemand könnte sagen: »Das ist aber kindisch. « Ja, aber wir sind Kinder vor Gott. Wie schön, wie schön wäre es, wenn wir vor Gott zu Kindern werden könnten! Zur Mutter, die es eilig hat, sagen: Hilf mir. Und in schwierigen Augenblicken zu ihr gehen.

Die russischen Mystiker sagen, dass wir in den Augenblicken geistlicher Unruhe vom Mantel der heiligen Gottesmutter bedeckt sein müssen. Und daher kommt jene erste westliche marianische Antiphon: »Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix…« Der Mantel der heiligen Muttergottes. Und Josef: der sanftmütige Mann, der gerechte Mann, der Mann des Schweigens, der Mann der Geduld, der Mann der Arbeit. Aber alle gemeinsam, in der Familie. Diese Verehrung wird euch sehr helfen, und was ich euch sage, ist kein Rat für alte Männer, nein, nein. Er ist für Männer, für Männer, die stark sein müssen in der Verkündigung des Evangeliums. Geht zur Mutter und geht zu jenem Mann, der den Herrn als Vater aufgezogen hat. Und lernt dort, in der Familie.

Ich danke euch. Trefft eine gute Wahl. Vergesst nicht die Wunden des Herrn. Vergesst nicht die Brüderlichkeit untereinander. Und vergesst nicht die Gottesmutter, die immer in Eile ist, und Josef, der immer an seinem Platz ist, in Gehorsamkeit und Sanftmut. Und betet auch für mich. Jetzt erteile ich euch den Segen.


SCHRIFTLICH VORBEREITETER TEXT DES HEILIGEN VATERS
 

Liebe Brüder!

Herzlich willkommen anlässlich eures Wahlkapitels. Ich begrüße alle sehr herzlich, begonnen beim Generaloberen, dem ich für seine freundlichen Worte danke. Ihr kommt aus 15 Nationen, in denen ihr euch bemüht, die Verkündigung des Wortes Gottes in all ihren Formen zu bringen, mit besonderer Aufmerksamkeit gegenüber den jungen Generationen und in brüderlicher Zusammenarbeit mit dem Diözesanklerus. Ich danke euch für alles, was ihr im Dienst des Evangeliums und der euch anvertrauten Bevölkerung tut, und ermahne euch, in euch und in euren Gemeinschaften das Feuer des Wortes Gottes neu zu entfachen:  Es muss auch die Herzen derer »entzünden «, die sich in den Randgebieten der städtischen und kirchlichen Umfelder befinden.

Im Evangelium verkündigt Jesus: »Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen.Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!« (Lk 12,49). In Nachahmung des göttlichen Meisters seid auch ihr berufen, das Feuer in die Welt zu bringen. Es gibt jedoch ein falsches Feuer und ein gutes, heiliges Feuer. Der Evangelist Lukas berichtet, dass Jesus einmal, während er auf dem Weg nach Jerusalem war, Boten vor sich her schickte, die in ein Dorf der Samariter eintraten, die ihn nicht aufnehmen wollten. Da sagten die beiden Jünger und Brüder Jakobus und Johannes: »Herr, sollen wir sagen, dass Feuer vom Himmel fällt und sie verzehrt?« (Lk 9,54). Aber Jesus wandte sich um und wies sie zurecht; und sie gingen in ein anderes Dorf. Das ist das falsche Feuer. Es gefällt Gott nicht. Gott wird in der Bibel mit dem Feuer verglichen, aber es ist ein Feuer der Liebe, das das Herz der Menschen erobert, nicht mit Gewalt, sondern unter Achtung der Freiheit und der Zeiten eines jeden Menschen.

Das Evangelium wird mit Sanftmut und Freude verkündigt, wie euer Gründer, der heilige Gaspar Bertoni, es getan hat. Das ist der Stil der Evangelisierung Jesu, unseres Meisters. Er nahm alle an, ging auf alle zu und eroberte die Menschen mit der Güte, der Barmherzigkeit, mit dem durchdringenden Wort der Wahrheit. So könnt ihr als missionarische Jünger, als Evangelisierer die Menschen zur Umkehr, zur Gemeinschaft mit Christus führen, durch die Freude eures Lebens und mit der Sanftmut. Nicht immer wird der, der das Evangelium verkündigt, angenommen, mit Beifall bedacht. Manchmal wird er zurückgewiesen, behindert, verfolgt, ja sogar ins Gefängnis geworfen oder getötet. Das wisst ihr gut! Daher muss man ausharren, Geduld haben, aber wir dürfen vor nichts Angst haben, wenn wir Jesus und sein Wort der Wahrheit bezeugen.

Das gute Feuer ist das Feuer Jesu, der im Heiligen Geist und im Feuer tauft: »Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen« (Lk 12,49)Es ist das Feuer der Liebe, das die  Herzen läutert und das am Kreuz Christi aufgelodert ist. Es ist das Feuer des Heiligen Geistes, der zu Pfingsten mit Macht niedergegangen ist: Feuer, das das Gold von den anderen Metallen trennt, also dabei hilft, das, was ewigen Wert hat, von dem zu trennen, was wenig Wert hat. Jesus sagt: »Jeder wird mit Feuer gesalzen werden« (Mk 9,49). Es ist das Feuer der Prüfungen und der Schwierigkeiten, das kräftigt und uns stark und weise macht. Es ist auch das Feuer der brüderlichen Liebe. Die Evangelisierer entstehen und werden herangebildet in einer Gemeinschaft, die im Namen des Herrn versammelt ist, und von ihr werden sie ausgesandt. »Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen« (Mt 18,20). Das Zeugnis der Liebe einer brüderlichen Gemeinschaft von Missionaren ist Bestätigung der Verkündigung des Evangeliums; es ist die »Feuerprobe«. Wenn in einer Gemeinschaft das gute Feuer fehlt, dann herrschen dort Kälte, Dunkelheit, Einsamkeit. Wenn das Feuer der brüderlichen Liebe vorhanden ist, dann herrschen Wärme, Licht und die Kraft voranzugehen. Und neue Berufungen werden angezogen zur schönen Evangelisierungssendung.

Liebe Stigmatiner-Missionare, bringt dieses Feuer in die christlichen Gemeinden, wo der Glaube vieler Menschen neu entfacht werden, Kraft finden muss, um ansteckend zu sein. Geht gleichzeitig hinaus, brecht auf, um den Armen, denen, die sich von niemandem geliebt fühlen, denen, die in Traurigkeit und Verzweiflung leben, den Gefangenen, den Wohnungs- und Obdachlosen, den Einwanderern, denen, die vor Kriegen fliehen, das Evangelium zu verkünden.

Der heilige Gaspar Bertoni hat euch die Liebe zu den heiligen Eheleuten Maria und Josef weitergegeben. Schenkt daher der Familie besondere Aufmerksamkeit; verkündet gemeinsam mit den Laien die Freude der Liebe. Bringt das Feuer Christi den Jugendlichen, die jemanden brauchen, der ihnen zuhört, und ihnen hilft, den Sinn des Lebens zu finden. Wenn ihr Jesus verkündet, werden sie angezogen. Führt sie zu ihm mit Geduld und Beharrlichkeit!

Seid freudige und sanftmütige Missionare, gut darauf vorbereitet, jedem Menschen zu begegnen! Der heilige Gaspar Bertoni wollte, dass eure Kongregation apostolische Missionare als Beistand der Bischöfe in der Verkündigung des Evangeliums ausbildet. Missionare sein, von der Kirche gesandt, ist nicht in erster Linie ein Tun, eine Aktivität, sondern eine Identität. Wenn Gott für eine besondere Sendung auswählt und beruft, dann gibt er gleichzeitig einen neuen Namen, schafft eine immer neue Wirklichkeit. Jesus hat euch berufen, bei ihm zu sein, als missionarische Jünger. Daher müsst ihr vor allem eure Gemeinschaft mit ihm, dem Herrn, pflegen und bewahren, sein Antlitz im Gebet betrachten, um ihn in den Gesichtern der Brüder zu erkennen und ihm mit Liebe zu dienen.

Möge in den verschiedenen Bereichen eures kirchlichen Dienstes die Treue zu Christus und zu seinem Evangelium erstrahlen. Die Jungfrau Maria und der heilige Gaspar mögen euch schützen und sichere Leiter des Weges eurer Ordensfamilie sein, damit sie jeden ihrer guten Pläne zur Erfüllung bringen kann. Mit diesen Wünschen rufe ich den Segen des Herrn auf euch, auf euer ganzes Institut und auf alle, denen ihr in eurem täglichen Apostolat begegnet, herab, während ich euch bitte, für mich zu beten. Der Herr möge eure Sendung stets mit dem Feuer des Heiligen Geistes entzünden!

 



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