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JOHANNES PAUL II.

GENERALAUDIENZ

Mittwoch, 2. Juli 1997

    

Liebe Schwestern und Brüder!

Indem sich das Zweite Vatikanische Konzil auf die Bulle meines Vorgängers Pius des XII. Munificentissimus Deus bezieht, bekräftigt es, daß die unbefleckte Jungfrau Maria "nach Vollendung des irdischen Lebenslaufs mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen" wurde (LG 59).

Das Dogma der Aufnahme Mariens in den Himmel will bedeuten, daß die Gottesmutter nach ihrem Tod verherrlicht worden ist. Tatsächlich ist es so, daß für die übrigen Menschen die Auferstehung erst am Jüngsten Tag stattfinden wird. Maria aber ist ihre Verherrlichung durch ein einzigartiges Privileg zuteil geworden. Denn als Mutter ist sie vollkommen vereint mit dem Leben und dem Werk ihres Sohnes Jesus Christus. Deshalb teilt sie mit ihm auch die Bestimmung von Leib und Seele nach dem Tod. Das ist übrigens eine tausendjährige Glaubensüberzeugung, die auch in der Kunst ihren Ausdruck gefunden hat.

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Indem ich Euch dem mütterlichen Beistand der Jungfrau Maria empfehle, heiße ich alle deutschsprachigen Pilger und Besucher herzlich willkommen. Ich begrüße besonders die ökumenische Gruppe von katholischen Priestern und evangelischen Pastoren. Ihr seid nach Rom gekommen, um die gemeinsamen Wurzeln des Glaubens zu entdecken und Euren Gemeinden weiterzugeben. Einen herzlichen Gruß richte ich an alle Schüler und Schülerinnen und wünsche Euch schöne Sommerferien. Euch allen und Euren Lieben daheim sowie den über Radio Vatikan und das Fernsehen mit uns verbundenen Gläubigen erteile ich gerne den Apostolischen Segen.

 

 

© Copyright 1997 - Libreria Editrice Vaticana 

   



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