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JOHANNES PAUL II.

GENERALAUDIENZ

Mittwoch, 5. März 1997

   

Liebe Schwestern und Brüder!

Zur Darstellung der Anwesenheit Mariens im öffentlichen Leben Jesu erinnert das II. Vatikanische Konzil an die Teilnahme anläßlich des ersten Wunders in Kana: "Bei der Hochzeit zu Kana in Galiläa [hat sie] durch ihr Mitgefühl den Anfang der Zeichen Jesu als des Messias durch ihre Fürbitte veranlaßt (vgl. Joh 2,1-11)" (LG 58). Das Konzil weist auf die verschwiegene und zugleich wirksame Rolle der Mutter hin, die mit ihrem Wort den Sohn zum "ersten Zeichen" bewegt. Die Initiative der Jungfrau erscheint noch überraschender, wenn man die untergeordnete Stellung der Frau in der damaligen Gesellschaft bedenkt. In Kana erkennt Jesus nicht nur die Würde der Frau an, sondern bietet ihr durch das Eingehen auf den Wunsch seiner Mutter die Möglichkeit, an der messianischen Tätigkeit teilzuhaben.

In Kana beginnt Maria den Glaubensweg der Kirche; sie geht den Jüngern voraus und lenkt die Aufmerksamkeit der Diener auf Christus. Ihre standhafte Vermittlung verleiht auch jenen Mut, die bisweilen die Erfahrung vom "Schweigen Gottes" durchmachen müssen. Sie sind eingeladen, gegen alle Hoffnung zu hoffen und immer auf die Güte des Herrn zu vertrauen.

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Mit diesen Gedanken grüße ich alle deutschsprachigen Pilger und Besucher sehr herzlich. Mein besonderer Gruß gilt den Studenten und Professoren des kanonischen Rechts der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster, den Studenten und Professoren der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Wuppertal sowie der Delegation der Basilika und der Gemeinde Mariazell in Begleitung von Herrn Erzbischof Alois Wagner. Euch allen, Euren lieben Angehörigen zu Hause sowie den mit uns über Radio Vatikan und das Fernsehen verbundenen Gläubigen erteile ich von Herzen den Apostolischen Segen.

 

© Copyright 1997 - Libreria Editrice Vaticana 

  



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