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JOHANNES PAUL II.

GENERALAUDIENZ

Mittwoch, 6. August 1997

   

Liebe Schwestern und Brüder!

Wie uns das Zweite Vatikanische Konzil lehrt, ist Maria "Typus und klarstes Urbild" der Kirche (LG 53). Sie ist Typus, und zwar nicht im Sinne des alttestamentlichen Vorbildes, das "nur ein Schatten von dem ist, was kommen wird" (Kol 2,17), ein "Abbild und Schatten der himmlischen Dinge" (Heb 8,5); vielmehr ist sie ein Typus, der nicht auf die Zukunft hinweist, sondern schon gegenwärtig ist. Denn in ihr erfüllt sich die geistliche Wirklichkeit, die im Alten Testament vorausverkündet und dargestellt wurde.

Allerdings dürfen wir nicht vergessen, daß das erste Urbild der Kirche Christus selbst ist. Aber es gibt eine Art innere Wegweiser, die dem Christen helfen, eine echte Beziehung zu Christus aufzubauen. Indem der Gläubige den Blick auf Maria richtet, lernt er, in tieferer Gemeinschaft mit Christus zu leben, ihm in lebendigem Glauben anzugehören, sein Vertrauen und seine Hoffnung auf ihn zu setzen und ihn mit seinem ganzen Wesen zu lieben.

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Mit diesen Gedanken heiße ich alle deutschsprachigen Pilger und Besucher herzlich willkommen. Mein besonderer Gruß gilt den anwesenden Ministranten und Jugendlichen. Euch allen und Euren Lieben daheim sowie den über Radio Vatikan und das Fernsehen mit uns verbundenen Gläubigen erteile ich gerne den Apostolischen Segen.

 

© Copyright 1997 - Libreria Editrice Vaticana 

  



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