Index   Back Top Print


JOHANNES PAUL II.

GENERALAUDIENZ

Mittwoch, 20. August 1997

    

Liebe Schwestern und Brüder!

Die Kirche ist Mutter und Jungfrau. Mutter, weil sie ihre Kinder zum neuen und unsterblichen Leben gebiert, und Jungfrau, da sie das Treueversprechen, das sie dem Bräutigam gegeben hat, unversehrt und rein bewahrt. Die Kirche ist auch jungfräulich, im geistlichen Sinn der Unversehrtheit des Glaubens, der festen Hoffnung und der aufrichtigen Liebe. So ist Maria das Modell sowohl der Mütterlichkeit als auch der Jungfräulichkeit der Kirche (vgl. LG 64).

Wie Maria körperlich Jungfrau war, so ist sie es auch im Herzen. Sie ermutigt alle Christen, je nach ihrem Lebensstand ihre Reinheit zu bewahren. Dadurch hilft sie uns, unseren Körper als Tempel des Heiligen Geistes zu entdecken.

Das Konzil ermutigt die Gläubigen, zu Maria aufzuschauen, um ihren "jungfräulichen und unversehrten" Glauben, ihre Hoffnung und ihre Liebe nachzuahmen.

******

Mit diesen Gedanken heiße ich alle deutschsprachigen Pilger und Besucher herzlich willkommen. Mein besonderer Gruß gilt den anwesenden Ministranten, Jugendlichen, und Chorgemeinschaften. Euch allen und Euren Lieben daheim sowie den über Radio Vatikan und das Fernsehen mit uns verbundenen Gläubigen erteile ich gerne den Apostolischen Segen.

 

© Copyright 1997 - Libreria Editrice Vaticana 

  



© Copyright - Libreria Editrice Vaticana