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JOHANNES PAUL II.

GENERALAUDIENZ

Mittwoch, 26. Februar 1997

   

Liebe Schwestern und Brüder!

In der Szene der Hochzeit zu Kana beschreibt Johannes das erste Eintreten Mariens bei Jesus und hebt ihre Mitwirkung an der Sendung ihres Sohnes hervor.

Maria, die den Ernst der Lage wahrnimmt, ergreift die Initiative und wendet sich an Jesus: "Sie haben keinen Wein mehr" (Joh 2,3). Jesu Antwort darauf: "Was willst du von mir, Frau?" (Joh 2,4) wirkt befremdend und kühl.

Maria aber, in der Überzeugung, daß Jesus doch ihren Wunsch erfüllen wird, befiehlt den Dienern: "Was er euch sagt, das tut!" (Joh 2,5). Ihr Vertrauen wird belohnt: Jesus, dem die Initiative überlassen wird, wirkt das Wunder, und erkennt dadurch den Glauben seiner Mutter an.

Mariens Aufforderung: "Was er euch sagt, das tut!" bleibt auch für uns gültig. Wir sind eingeladen, selbst dann zu vertrauen, wenn wir den Sinn der Worte Jesu nicht verstehen. Die Darstellung der Hochzeit zu Kana lädt uns ein, mutig im Glauben zu sein und die Wahrheit der Worte des Evangeliums in unserem Leben zu erfahren: "Betet und es wird euch gegeben" (Mt 7,7; Lk 11,9).

* * *

Mit diesen Gedanken grüße ich Euch, die Ihr aus den Ländern deutscher Sprache nach Rom gekommen seid. Insbesondere heiße ich die Kammer der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck willkommen. Euch allen, Euren lieben Angehörigen daheim und allen, die mit uns über Radio Vatikan und das Fernsehen verbunden sind, erteile ich von Herzen den Apostolischen Segen.

 

© Copyright 1997 - Libreria Editrice Vaticana 

   



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