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JOHANNES PAUL II.

GENERALAUDIENZ

Mittwoch, 28. Mai 1997

   

Liebe Schwestern und Brüder!

Das II. Vatikanische Konzil zeichnet den Lebensweg der Jungfrau Maria nach und erinnert daran, daß sie zu der Gemeinschaft gehörte, die das Pfingstfest erwartete. In dieser ersten Gemeinschaft wird die Kirche gleichsam vorgebildet.

Das Konzil unterstreicht ausdrücklich, daß Maria in der betenden Versammlung anwesend war: Sie erflehte "mit ihren Gebeten die Gabe des Geistes" (LG, 59). Dabei setzte sie ihre geistliche Erfahrung ein, um Herz und Geist derer zu bereiten, die mit ihr versammelt waren.

Es war billig und recht, daß die Ausgießung des Geistes, die der Jungfrau zum erstenmal im Hinblick auf die göttliche Mutterschaft zuteil wurde, erneuert und bestärkt würde. Eingedenk der Verheißung Jesu erwartete sie in der Kirche und für die Kirche das Pfingstfest und erflehte für alle eine Vielfalt der Gaben. Der Heilige Geist antwortete auf das Bittgebet der Jungfrau und erfüllte die im Abendmahlssaal versammelte Gemeinschaft mit seinen Gaben. Dadurch wurde ihr Inneres umgewandelt, damit sie der Ausbreitung des Evangeliums dienen konnten.

* * * * *

Mit dieser kurzen Betrachtung grüße ich alle deutschsprachigen Pilger und Besucher sehr herzlich. Mein besonderer Gruß gilt der Bläsergruppe der "Lebenshilfe Haßfurt", der Behindertengruppe "Swimmy" der Pfarrei Engen, der Gruppe von Ordensschwestern "Daughters of Divin Love" aus Nigeria und Angehörigen des Deutschen Ordens sowie der italienisch-deutschen Pilgergruppe aus Unterhaching. Euch allen, Euren lieben Angehörigen zu Hause sowie den mit uns über Radio Vatikan und das Fernsehen verbundenen Gläubigen erteile ich von Herzen den Apostolischen Segen.

 

© Copyright 1997 - Libreria Editrice Vaticana 

   



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