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JOHANNES PAUL II.

GENERALAUDIENZ

Mittwoch, 16. September 1998

    

Liebe Schwestern und Brüder!

In Fortsetzung der Katechese über den Heiligen Geist spreche ich heute über seine Gegenwart in den “Samen der Wahrheit”.

Die Fülle der Wahrheit, die in Jesus Christus Wirklichkeit wurde, ist schon im Alten Testament vorausverkündet worden. Sie bezieht sich nicht nur auf die Gläubigen, sondern, in geheimnisvoller Weise, auf alle, die zwar das Evangelium Christi und seine Kirche ohne Schuld nicht kennen, aber Gott aus ehrlichem Herzen suchen. Sie sind bestrebt, den Willen, den sie im Gewissen vernehmen, unter dem Einfluß der Gnade in die Tat umzusetzen (vgl. LG 16).

Darum kann es die Kirche nur schätzen, wenn der Mensch in seinen Gedanken wahrhaftig nach der Wahrheit sucht und dabei auch das Erbe würdigt, das die verschiedenen Kulturen hervorgebracht haben. Darin drückt sich der Reichtum der menschlichen Schöpfungskraft aus, die unter der Leitung des Heiligen Geistes nach der Fülle der Wahrheit strebt.

* * *

Mit diesen Gedanken grüße ich die Pilger und Besucher, die aus den Ländern deutscher Sprache nach Rom gekommen sind. Unter ihnen heiße ich die Pilgergruppe der Behindertenseelsorge im Bistum Mainz und die Leser der Trierer Kirchenzeitung Paulinus besonders willkommen. Euch allen, Euren lieben Angehörigen daheim und allen, die mit uns über Radio Vatikan und das Fernsehen verbunden sind, erteile ich von Herzen den Apostolischen Segen.

   



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