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JOHANNES PAUL II.

GENERALAUDIENZ

Mittwoch, 23. September 1998

    

Liebe Schwestern und Brüder!

“Es wird darauf ankommen, den Geist als den wiederzuentdecken, der im Lauf der Geschichte das Reich Gottes aufbaut und seine volle Offenbarwerdung in Jesus Christus dadurch vorbereitet, daß er die Menschen innerlich anregt und im menschlichen Erleben die Keime der endgültigen Rettung, die am Ende der Zeiten eintreten wird, aufgehen läßt”, so formulierte ich im Apostolischen Schreiben Tertio millenio adveniente.

Wenn wir die Geschichte im Glauben betrachten, so sehen wir sie voll und ganz von der Gegenwart des Heiligen Geistes durchdrungen. So ist es verständich, daß die Kirche immer aufgerufen ist, die Zeichen der Gegenwart Gottes in der Geschichte der Menschen zu erkennen.

Um dies zu erfüllen, muß die Kirche immer tiefer und auf lebendige Weise entdecken, daß Jesus Christus, der gekreuzigte und auferstandene Herr, der “Schlüssel, der Mittelpunkt und das Ziel der ganzen Menschheitsgeschichte ist” (GS, 10).

* * *

Mit dieser kurzen Betrachtung grüße ich alle deutschsprachigen Pilger und Besucher. Besonders heiße ich die Behinderten mit ihren Angehörigen aus dem Bistum Mainz sowie die vielen Schüler und Schülerinnen willkommen. Euch allen und Euren Angehörigen daheim sowie den über Radio Vatikan und das Fernsehen mit uns verbundenen Gläubigen erteile ich von Herzen den Apostolischen Segen.

  



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