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APOSTOLISCHE REISE VON PAPST FRANZISKUS
NACH PANAMA AUS ANLASS DES 34. WELTJUGENDTAGES
(23.-28. JANUAR 2019)

BUßLITURGIE MIT JUGENDLICHEN STRAFTÄTERN

HOMILIE DES HEILIGEN VATERS

Besserungsanstalt "Las Garzas de Pacora" (Panama)
Freitag, 25. Januar 2019

[Multimedia]


 

»Dieser nimmt Sünder auf und isst mit ihnen« (Lk 15,2). So hieß es eben im Evangelium. Dieser Satz gibt das Nörgeln einiger Pharisäer, Schriftgelehrter und Gesetzeslehrer wieder, die das Verhalten Jesu als ziemlich ärgerlich und anstößig empfanden.

So versuchten sie, ihn vor allen schlechtzumachen und zu diskreditieren, hoben damit aber nur eine der häufigsten, typischsten und schönsten Verhaltensweisen Jesu besonders hervor: »Dieser nimmt Sünder auf und isst mit ihnen.« Wir alle sind Sünder, alle, und deshalb nimmt uns Jesus mit Zuneigung auf, uns alle, die wir hier sind; und wenn einer von uns allen, die wir hier sind, sich nicht als Sünder fühlt, dann möge er wissen, dass Jesus ihn nicht empfangen wird und er das Beste verpasst.

Jesus hat keine Angst, sich denen zu nähern, die aus einer Menge von Gründen den Hass der Gesellschaft zu spüren bekamen, wie etwa die Zöllner – denken wir daran, dass die Zöllner sich bereicherten, indem sie ihr eigenes Volk beraubten; sie erregten sehr viel Empörung –, oder den Hass der Gesellschaft auf sich zogen, weil sie in ihrem Leben manchen Fehler begangen hatten, Fehler und Vergehen, so manche Schuld, und so nannte man sie Sünder. Jesus tut dies, weil er weiß, dass es im Himmel ein größeres Fest für einen einzigen, der sich verirrt hatte, für einen einzigen bekehrten Sünder gibt als für neunundneunzig Gerechte, die sich nichts zu Schulden kommen lassen (vgl. Lk 15,7).

Und während diese Leute sich darauf beschränkten, zu nörgeln oder sich zu entrüsten, weil Jesus sich mit Menschen traf, denen ein gesellschaftlicher Makel, irgendeine Sünde anhaftete, und dabei jede Tür der Bekehrung, des Dialogs mit Jesus schlossen, geht Jesus auf die Menschen zu und kompromittiert sich. Jesus setzt seinen Ruf aufs Spiel und lenkt den Blick immer auf einen Horizont, der das Leben und die Geschichte erneuern kann. Alle, alle haben wir eine Perspektive. Alle. Jemand sagt vielleicht: „Ich habe keine.“ Öffne das Fenster und du wirst eine finden. Öffne das Fenster deines Herzens, öffne das Fenster der Liebe, die Jesus ist, und du wirst sie finden. Alle haben wir eine Perspektive. Das sind zwei sehr unterschiedliche Sichtweisen, die einander gegenüberstehen: die Sichtweise Jesu und jene dieser Gesetzeslehrer. Ein steriler und unfruchtbarer Blick – der Blick der Nörgelei und des Klatsches, der immer schlecht über die anderen spricht und sich im Recht fühlt – und ein anderer Blick – der des Herrn –, der zu Verwandlung und Bekehrung ruft, zu einem neuen Leben, wie du gerade gesagt hast [an den Jugendlichen gerichtet, der ein Zeugnis gegeben hatte].

Der Blick der Nörgelei und des Klatsches

Und das war nicht nur damals so, das gilt auch für heute! Viele tolerieren und lieben diese Option Jesu nicht, im Gegenteil. Sie zeigen ihren Unmut – zunächst hinter vorgehaltener Hand und schließlich mit lauter Stimme – und versuchen, dieses Verhalten Jesu und all derer, die bei ihm sind, in Verruf zu bringen. Sie akzeptieren diese Option nicht, sie weigern sich, dem anderen nahe zu sein und neue Chancen zu geben. Diese Leute verurteilen jemanden ein für alle Mal, bringen ihn ein für alle Mal in Misskredit und vergessen dabei, dass sie selbst in den Augen Gottes in Misskredit stehen und Zärtlichkeit, Liebe und Verständnis brauchen. Aber das wollen sie nicht akzeptieren. Sie akzeptieren es nicht. Es scheint einfacher zu sein, dem Leben der Menschen Bezeichnungen und Etiketten zu verpassen, die nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Gegenwart und Zukunft der Menschen ein für alle Mal stigmatisieren. Wir verpassen den Menschen Etiketten: der ist so, jener hat dies getan und das ist nun mal so – und das muss er ein Leben lang mit sich herumtragen. So sind diese Leute, die nörgeln, die Klatschmäuler, so sind sie. Bezeichnungen, die letztlich nichts anderes tun als spalten: auf der einen Seite die Guten, auf der anderen die Schlechten; auf der einen Seite die Gerechten, auf der anderen die Sünder. Und das akzeptiert Jesus nicht. Dies ist die Kultur des Adjektivs: Wir lieben es, die Menschen mit Adjektiven zu versehen, das tun wir sehr gerne. „Wie heißt du?“ – „Ich heiße gut.“ – „Nein, das ist ein Adjektiv. Wie heißt du?“ Richten wir unseren Blick auf den Namen der Person: wer bist du, was machst du, welche Träume hast du, was fühlt dein Herz … Die Klatschmäuler interessiert das nicht; sie suchen sofort ein Etikett, um sich den anderen vom Leib zu halten. Die Kultur des Adjektivs ist menschenverachtend. Denkt daran, dass ihr nicht in diese [Haltung] verfallt, die uns die Gesellschaft so einfach nahelegt.

Diese Haltung verdirbt alles, weil sie eine unsichtbare Mauer errichtet, die einen glauben macht, dass durch Ausgrenzung, Trennung und Isolierung alle Probleme auf magische Weise zu lösen sind. Und wenn eine Gesellschaft oder Gemeinschaft dies zulässt und nichts anderes tut als tuscheln, klatschen und nörgeln, gerät sie in einen Teufelskreis aus Spaltung, Vorwürfen und Verurteilungen. Es ist interessant: Diese Menschen, die Jesus und das, was Jesus uns lehrt, nicht akzeptieren, sind Menschen, die sich rechtschaffen nennen, aber untereinander immer streiten und sich gegenseitig verurteilen. Außerdem ist es ein ausgrenzendes und ausschließendes Verhalten, eine Gegnerschaft, dem unverantwortlichen Ausspruch des Kajaphas ähnlich, der sagte, »dass es besser […] ist, wenn ein einziger Mensch für das Volk stirbt, als wenn das ganze Volk zugrunde geht« (Joh 11,50). Es ist besser, sie dort alle unter Kontrolle zu haben, damit sie nicht kommen und Ärger machen, wir wollen in Frieden leben. Das ist hart, und Jesus musste dem begegnen und auch wir müssen dem begegnen. Normalerweise reißt der Faden an der dünnsten Stelle: da, wo die Armen und Wehrlosen sind. Und das sind die, die am meisten unter diesen gesellschaftlichen Verurteilungen leiden, die es ihnen unmöglich machen, sich wieder aufzurichten.

Wie schmerzlich ist es, eine Gesellschaft zu sehen, die ihre Energien darauf verwendet zu nörgeln und zu verachten, anstatt zu kämpfen und sich dafür einzusetzen, neue Möglichkeiten und Veränderungen zu schaffen!

Der Blick der Bekehrung: der andere Blick

Im Gegensatz dazu ist das ganze Evangelium von diesem anderen Blick geprägt, der direkt aus dem Herzen Gottes kommt. Gott verlässt dich nie. Gott verlässt niemanden. Gott sagt zu dir: „Komm!“ Gott erwartet dich und umarmt dich, und wenn du den Weg nicht weißt, kommt er und sucht dich, wie es der Hirte mit den Schafen getan hat. Der andere Blick hingegen ist ablehnend. Der Herr will feiern, wenn er seine Kinder nach Hause zurückkehren sieht (vgl. Lk 15,11-32). So bezeugte es Jesus und offenbarte bis zum Äußersten die barmherzige Liebe des Vaters. Wir haben einen Vater. Das hast du gesagt und dein Bekenntnis hat mir gefallen: Wir haben einen Vater. Ich habe einen Vater, der mich liebt. Das ist etwas Schönes. Eine Liebe, die Liebe Jesu, hat keine Zeit für Nörgelei, sondern versucht, den Kreislauf der nutzlosen und gleichgültigen, neutralen und kühlen Kritik zu durchbrechen. „Ich danke, dir Herr“ – sagte jener Gesetzeslehrer –, „weil ich nicht so bin wie dieser da.“ Ich bin nicht wie dieser da. Diese Leute meinen ihre Seele zehnfach gereinigt zu haben, sie unterliegen der Illusion eines keimfreien Lebens, das zu nichts nütze ist. Einmal sagte ein Bauer etwas zu mir, das mich betroffen gemacht hat: „Welches ist das reinste Wasser? Ja, das destillierte Wasser“, sagte er. „Wissen Sie, Pater, wenn ich es trinke, schmeckt es nach nichts.“ So ist das Leben derer, die herumkritisieren und tratschen und sich von den anderen lossagen: sie fühlen sich so rein, so keimfrei, dass sie nach nichts schmecken; sie sind unfähig jemanden einzuladen, sie verbringen ihr Leben damit, sich um sich selbst zu kümmern, um ihre Seele einer Schönheitsoperation zu unterziehen, aber nicht, um anderen die Hand zu reichen und ihnen weiterzuhelfen. Das aber tut Jesus, der die Komplexität des Lebens und jeder Situation akzeptiert; die Liebe Jesu, die Liebe Gottes, die Liebe Gottes des Vaters – wie du gesagt hast – ist eine Liebe, die zu einer Dynamik führt, die in der Lage ist, neue Wege zu erfinden, Möglichkeiten für Integration und Transformation zu bieten, Möglichkeiten der Heilung, der Vergebung, der Erlösung. Und durch das Mahlhalten mit Zöllnern und Sündern bricht Jesus mit der Logik, die trennt, die ausschließt, die isoliert und die auf falsche Weise zwischen „Guten und Schlechten“ unterscheidet. Und er tut dies nicht per Dekret oder mit Absichtserklärungen, auch nicht, um einfach etwas Gutes zu tun, oder aus Sentimentalität. Wie macht es Jesus? Er schafft Bindungen, Bindungen, die neue Prozesse ermöglichen; er setzt auf jeden möglichen Schritt, und jedes Mal freut er sich, wenn ein solcher Schritt gelingt. Bei der Bekehrung des Matthäus – ihr findet das im Evangelium – sagt Jesus deswegen zu ihm nicht: „Gut, einverstanden, Kompliment, komm mit.“ Nein, er sagt zu ihm: „Lass uns zu dir nach Hause gehen und feiern“, und er lädt zu diesem Fest alle Freunde des Matthäus ein, die wie er von der Gesellschaft verurteilt wurden. Das Klatschmaul, derjenige der spaltet, kann nicht feiern, denn er hat ein verbittertes Herz.

Verbindungen schaffen, feiern – das ist es, was Jesus tut. Und auf diese Weise bricht er mit einer anderen Art von Nörgelei, die man leicht übersehen kann und die „Träume durchlöchert“, weil sie einem immer neu einflüstert: das kannst du nie, das schaffst du nie ... Wie oft habt ihr diesen Satz schon gehört: „Das schaffst du nie.“ Vorsicht, aufgepasst: das ist wie ein Holzwurm, der dich von innen her auffrisst. Wenn du fühlst, dass du etwas „nicht schaffst“, dann verpass dir eine Ohrfeige: „Und ob ich das schaffe und ich werde es dir beweisen.“ Das ist das innere Raunen, ein inneres Gerede, das in denen entsteht, die, nachdem sie ihre Sünde beweint haben und sich ihres Fehlers bewusst sind, nicht glauben, dass sie sich ändern können. Und das passiert, wenn man fest davon überzeugt ist, dass derjenige, der als „Zöllner“ geboren wurde, notwendig auch als „Zöllner“ sterben muss; und das ist nicht wahr. Das Evangelium sagt uns das komplette Gegenteil. Elf der zwölf Apostel waren schwere Sünder, denn sie hatten die schlimmste aller Sünden begangen: sie hatten ihren Meister verlassen, einige verleugneten ihn, andere liefen davon. Sie haben ihn verraten, die Apostel, und Jesus machte sich auf, jeden einzelnen von ihnen zu suchen, und so wurden sie zu denen, die die Welt veränderten. Keinem von ihnen ist es passiert, dass er sagte: „Das schaffst du nicht“, denn als er nach dem Verrat die Liebe Jesu sah, [sagte er]: „Ich werde das schaffen, weil du mir die Kraft dazu geben wirst.“ Gebt acht auf den Holzwurm des „Das schaffst du nicht“! Da muss man sehr aufpassen.

Liebe Freunde, jeder von uns ist viel mehr als die Etiketten, die man ihm verpasst; und viel mehr als die Adjektive, die man uns anheften will, und viel mehr als das Urteil, das man über uns verhängt hat. So lehrt Jesus es uns und ruft uns zum Glauben auf. Der Blick Jesu fordert uns auf, um Hilfe zu bitten und nach Unterstützung zu suchen, um die Wege der Überwindung zu gehen. Manchmal scheint diese Nörgelei zu gewinnen, aber glaubt nicht daran, hört nicht darauf. Sucht und hört auf die Stimmen, die euch anspornen, nach vorne zu schauen, und nicht auf die, die euch nach unten ziehen. Hört auf die Stimmen, die euch das Fenster öffnen und euch den Horizont sehen lassen. „Das ist aber weit weg!“ – „Ja, aber du schaffst das.“ Schau gut auf diesen Horizont und du wirst es schaffen! Jedes Mal, wenn der Holzwurm kommt mit seinem „Das schaffst du nicht“, dann antwortet ihm aus eurem Inneren: „Ich schaffe das“, und blickt auf den Horizont.

Die Freude und Hoffnung des Christen – von uns allen, und auch vom Papst – kommt daher, dass wir so manches Mal diesen Blick Gottes erlebt haben, der uns sagt: „Du gehörst zu meiner Familie, und ich kann dich nicht den Unbilden überlassen.“ Das ist es, was Gott zu einem jeden von uns sagt, weil Gott Vater ist – du hast das gesagt. „Du gehörst zu meiner Familie, und ich werde dich nicht den Unbilden überlassen, ich werde dich nicht am Boden liegen lassen, nein, ich kann dich nicht auf dem Weg verlieren“ – so sagt Gott zu uns, zu einem jeden von uns, mit Vor- und Nachname. „Ich bin hier mit dir.“ Hier? Ja, hier. Das ist so, wie du es uns mitgeteilt hast, Luis, dass in jenen Momenten, in denen es so schien, als wäre alles vorbei, eine Stimme zu dir sagte: Nein, es ist nicht alles vorbei, denn du hast ein großes Ziel, das dich verstehen lässt, dass Gott, der Vater, bei uns allen war und ist und uns Menschen an die Seite stellt, mit denen wir gehen können und die uns helfen, neue Ziele zu erreichen.

Und so verwandelt Jesus die Nörgelei in ein Fest und sagt zu uns: „Freu dich mit mir! (vgl. Lk 15,6), lasst uns feiern.“ Einmal habe ich eine Übersetzung des Gleichnisses vom verlorenen Sohn gefunden, die hat mir gefallen. Der Vater, als er den Sohn nach Hause zurückkommen sah, sagte: „Lasst uns feiern“ und da begann das Fest. Und die Übersetzung lautete: „Und da begann der Tanz.“ Die Freude, die Freude, in der wir von Gott mit einer väterlichen Umarmung willkommen geheißen werden. „Da begann der Tanz.“

Brüder und Schwestern, ihr gehört zur Familie, ihr habt viel beizutragen. Helft uns herauszufinden, auf welche Weise man am besten lebt und den Verwandlungsprozess begleitet, den wir als Familie alle brauchen. Alle!

Eine Gesellschaft erkrankt, wenn sie nicht in der Lage ist, sich über die Verwandlung ihrer Glieder zu freuen; eine Gemeinschaft erkrankt, wenn sie in ein Nörgeln verfällt, das ohne jedes Gespür erdrückt und verurteilt – der Klatsch. Eine Gesellschaft ist fruchtbar, wenn sie eine Dynamik zu erzeugen weiß, die in der Lage ist, aufzunehmen und zu integrieren; wenn sie sich bemüht und dafür kämpft, Chancen und Alternativen zu schaffen, die ihren Gliedern neue Möglichkeiten eröffnen; wenn sie sich dafür einsetzt, eine Zukunft mit Gemeinschaft, Bildung und Arbeit zu schaffen. Und auch wenn sie sich vielleicht hilflos fühlt und nicht weiß, wie das geschehen soll, gibt sie nicht auf und versucht es erneut. Wir alle müssen uns gegenseitig helfen, in der Gemeinschaft zu lernen, wie man diese Wege findet. Das müssen wir versuchen und immer wieder versuchen. Wir sollten den Mut haben, eine solche Abmachung zu treffen: ihr jungen Männer und Frauen, die Leitung des Wachpersonals und die Verantwortlichen dieser Einrichtung und des Ministeriums, alle, und eure Familien wie auch die pastoralen Mitarbeiter. Ihr alle, kämpft, kämpft – aber bitte nicht miteinander! Und wofür kämpfen? Dafür, dass Wege der Eingliederung und der Verwandlung gesucht und gefunden werden. Und solches Bemühen segnet der Herr. Dies unterstützt der Herr und dies begleitet der Herr.

Bald werden wir mit der Bußfeier fortfahren, in der wir alle den Blick des Herrn erleben können, der nicht ein Adjektiv sieht, niemals, sondern einen Namen. Er schaut den Menschen in die Augen, er sieht das Herz. Er schaut nicht auf Etiketten und Urteile, sondern er sieht Söhne und Töchter. Das ist der Blick Gottes, der die Anschuldigungen nicht beachtet und uns die Kraft gibt zu solchen Abmachungen, die uns allen helfen, der Nörgelei zu widersprechen, zu solchen brüderlichen Abmachungen, die es unserem Leben ermöglichen, immer eine Einladung zur Freude über die Erlösung zu sein, zur Freude darüber, dass wir eine Perspektive haben, zur Festfreude des Sohnes. Gehen wir auf diesem Weg. Danke.

 



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