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VIDEOBOTSCHAFT VON PAPST FRANZISKUS
AN DIE BEVÖLKERUNG KUBAS

Donnerstag, 17. September 2015

 

Liebe Brüder und Schwestern!

Bis zu meiner Reise nach Kuba fehlen nur noch wenige Tage. Deshalb möchte ich euch einen brüderlichen Gruß senden, bevor wir uns persönlich begegnen werden. Ich werde euch besuchen, um den Glauben und die Hoffnung mit euch zu teilen, auf dass wir uns gegenseitig in der Nachfolge Christi bestärken. Es tut mir sehr gut und es hilft mir sehr, an eure Treue zum Herrn zu denken, an den Geist, mit dem ihr die alltäglichen Schwierigkeiten bewältigt, an die Liebe, mit der ihr einander auf dem Lebensweg helft und unterstützt. Danke für dieses mutige Zeugnis.

Meinerseits möchte ich euch eine sehr einfache Botschaft übermitteln, die ich aber für wichtig und notwendig halte. Jesus liebt euch sehr. Jesus liebt euch wirklich. Er trägt euch immer in seinem Herzen. Er weiß besser als jeder andere, was ein jeder braucht, wonach er sich sehnt, was sein tiefster Wunsch ist, wie unser Herz beschaffen ist. Er lässt uns niemals im Stich und wenn wir uns nicht so verhalten, wie er es erwartet, bleibt er immer in der Nähe, bereit uns aufzunehmen, uns zu trösten, uns eine neue Hoffnung, eine neue Chance, ein neues Leben zu geben. Er geht niemals weg, er bleibt immer da. Ich weiß, dass ihr euch mit dem Gebet auf diesen Besuch vorbereitet. Dafür bin ich euch unendlich dankbar. Wir müssen beten. Wir brauchen das Gebet. Dieser Kontakt zu Jesus und Maria. Und es bereitet mir große Freude, dass ihr dem Rat meiner Mitbrüder, der Bischöfe von Kuba, folgt und oftmals am Tag das Gebet wiederholt, das wir als Kinder gelernt haben: Heiliges Herz Jesu, mache mein Herz dem Deinen ähnlich! Es ist schön, ein Herz zu haben, wie Jesus es hat, um lieben zu können wie er, vergeben, Hoffnung schenken, begleiten wie er.

Ich möchte als Missionar der Barmherzigkeit, der zärtlichen Liebe Gottes unter euch sein. Aber erlaubt mir, euch zu ermutigen, auch selbst Missionare dieser unendlichen Liebe Gottes zu sein. Niemandem soll das Zeugnis unseres Glaubens, unserer Liebe fehlen. Alle sollen wissen, dass Gott immer vergibt, dass Gott immer an unserer Seite ist, dass Gott uns liebt. Ich werde auch wie ein einfacher Pilger zum Heiligtum der Muttergottes von Cobre kommen, wie ein Sohn, der in das Haus der Mutter kommen möchte. Ihr vertraue ich diese Reise an, und ich vertraue ihr auch alle Kubaner an. Und bitte betet für mich. Jesus segne euch und die Jungfrau Maria nehme sich eurer an. Danke.

 



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