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JOHANNES PAUL II.

GENERALAUDIENZ

Mittwoch, 29. Oktober 1997

   

Liebe Schwestern und Brüder!

Das Zweite Vatikanische Konzil ermahnt die Theologen und Prediger eindringlich, "sich ebenso jeder falschen Übertreibung wie zu großer Geistesenge bei der Betrachtung der einzigartigen Würde der Gottesmutter sorgfältig zu enthalten" (Lumen Gentium, 67). Damit ist eine Richtschnur gegeben, die auch für die Bilder, Ikonen und Statuen der Gottesmutter gilt.

Besonders erhellend ist dabei die Lehre des Zweiten Konzils von Nizäa, das bereits im Jahre 787 folgende Aussage gemacht hat: "Die Verehrung des Bildes geht über auf das Urbild, und wer das Bild verehrt, verehrt in ihm die Person des darin Abgebildeten" (DS, 601). Wer auf diese Weise im Bild Christi die Person des menschgewordenen Wortes ehrt, der betet Gott in rechter Weise an und ist weit entfernt von Idolatrie und Götzendienst. Auf Maria übertragen, bedeutet dies: Wer eine Mariendarstellung verehrt, möchte letztlich der Person der Gottesmutter selbst die Ehre erweisen. Ihre Bilder und Statuen erinnern die Gläubigen daran, sich an ihrem Beispiel zu orientieren und eine innige Beziehung zu ihr aufzubauen.

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Mit diesen Gedanken grüße ich alle deutschsprachigen Pilger und Besucher sehr herzlich. Mein besonderer Gruß gilt den zahlreichen Chor- und Musikgruppen, die ihre Stimmen zur größeren Ehre Gottes erklingen lassen. Ebenso freue ich mich, daß wieder so viele Schüler, Jugend- und Ministrantengruppen nach Rom gepilgert sind. Nicht vergessen möchte ich die Ärztegruppe der Missionsärztlichen Klinik Würzburg. Euch allen und Euren Angehörigen zuhause sowie den über Radio Vatikan und das Fernsehen mit uns verbundenen Gläubigen erteile ich von Herzen den Apostolischen Segen.

 

© Copyright 1997 - Libreria Editrice Vaticana 

  



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