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ANSPRACHE VON PAPST PAUL VI.
AN DIE PILGER AUS BAYERN

Samstag, 15. April 1972

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihnen allen gilt Unser herzlicher Willkommensgruß! Willkommen hier in Rom, in der Ewigen Stadt, im Mittelpunkt der Weltkirche! Willkommen an den Gräbern der Apostel Petrus und Paulus, den Zeugen des einen und wahren Glaubens! Willkommen bei Uns, die Wir von Christus die hohe und schwere Aufgabe empfangen haben, unsere Brüder im Glauben zu stärken (Lk 22, 32).

Rom, seine Kirchen, Paläste und Denkmäler bilden eine großartige Kulisse zu dem Heilswirken der Kirche durch die Jahrhunderte. Sie geben Zeugnis von jener Kirche, die sich zu allen Zeiten ganz in den Dienst des Menschen gestellt hat und immer stellt, um ihn zu seiner Vollendung in Gott zu führen.

Sie, sehr geehrte Damen und Herren, haben durch Ihre Tätigkeit im Sozialwerk Ihr Leben eng mit dem Wohlergehen Ihrer Mitmenschen verknüpft. Es wird Ihnen immer bewusst sein, dass Sie dadurch Christus selbst dienen: "Was ihr dem geringsten meiner Brüder tut, das habt ihr mir getan" (Mt 25, 40). Ihre soziale Arbeit muss den Menschen in seiner Ganzheit sehen. Sie darf nicht nur im rein anthropophilen horizontalen Bereich verlaufen, sondern muss sich nach der Vertikalen ausrichten, nach der Beziehung des Menschen zu Gott.

Unser Wunsch ist es, dass  Ihr Besuch in Rom Sie in der richtigen Sicht Ihrer Aufgabe bestärke. Dazu erteilen wir Ihnen und Ihren Angehörigen daheim von Herzen unseren Apostolischen Segen.

 

                                          © Copyright 1972 - Libreria Editrice Vaticana

 



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