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  RADIOMESSAGGIO DI SUA SANTITÀ PIO PP. XII
A CHIUSURA DEL CONGRESSO
EUCARISTICO NAZIONALE ELVETICO*

Domenica, 30 settembre 1951

 

Bewegten und freudigen Herzens weilen Wir zu dieser Stunde im Geiste und durch Unser Wort, das die Aetherwellen zu euch hinübertragen, unter euch, Ehrwürdige Brüder, geliebte Söhne und Töchter, in Einsiedeln, an der geheiligten Stätte, an der unser Herr und Heiland seit vielen Jahrhunderten auf die Fürbitte seiner gebenedeiten Mutter Maria Wunder über Wunder der Gnade gewirkt hat; Wir weilen unter euch, die ihr euch dort aus allen Gauen eurer Heimat, dieser Perle der Schöpfung, zusammengefunden habt, um in gewaltiger Kundgebung Jesus Christus, dem unter den eucharistischen Gestalten gegenwärtigen Gottmenschen, dem Herrn der Welt und liebreichsten Erlöser des Menschengeschlechts, euren Glauben zu bezeugen und eure Anbetung darzubringen, um Ihm zu danken, Ihm eure Liebe zu erweisen und Ihn eurer Treue bis in den Tod zu versichern.

Zum Abschluss eures Zusammensein bittet ihr Uns um den Apostolischen Segen, dass er eure Entschliessungen besiegle und mit Gottes Kraft erfülle. Gerne willfahren Wir eurer Bitte.

Unser Segen soll sein eine Bekräftigung eures Glaubens: eures Glaubens an die Wahrheit der hl. Eucharistie, wie an alle Wahrheiten, welche die Offenbarung Gottes, erfüllt und vollendet in Jesus Christus, zu unserem Heile umfasst. Geist und Sinn des katholischen Menschen sind weltoffen, offen für alle Weite und Schönheit des natürlichen Wissens, Forschens und Kulturschaffens -- aber ebenso offen für die Wahrheiten der Uebernatur; ja unvergleichlich inbrünstiger erscliesst ihnen der Katholik sein Herz, weil sie dem Menschen Erlösung von Schuld und Sünde bringen, weil sie ihn zum Kind Gottes, zum Bruder und zur Schwester Jesu Christi machen, weil sie ihm Unterpfand sind der seligen Auferstehung und des Ewigen Lebens und ihn stärken auf dem steilen Pfad zu den goldenen Toren der himmlischen Heimat.

Diesen Glauben, geliebte Söhne und Töchter den ihr mit derselben leidenschaftlichen Liebe zu Jesus Christus bekennt, wie alle treuen Kinder der Kirche von Anbeginn, soll nichts zu schwächen, nichts zu erschüttern vermögen; dieser Glaube soll einer Quelle gleichen, deren lebendige Wasser in immer tieferem und vollerem Strom hinüberflessen zum Ewigen Leben (cfr. Io. 4, 14).

Unser Segen soll sein eine Bekräftigung eures Willens, den katholischen Glauben in die Tat umzusetzen. Der Katholik von heute kann diese Nicht nicht ernst und heilig genug erfassen. Schaut auf die Christen der ersten Jahrhunderte: durch ein Leben nach dem Glauben mussten sie allmählich christliche Atmosphäre schaffen in einer Kultur, die in ihren tiefsten Wurzeln unchristlich war; und sie haben das, menschlich gesprochen, Unmögliche erreicht, so gut, dass selbst die furchtbare Diokletianische Verfolgung gegen die neue Religion nick mehr aufkam. Eure Lage ist, jedenfalls in eurem Land, eine leichtere. Heute sind die Wurzeln der Kultur immer noch Restbestände einer gläubigen Vergangenheit. Aber nicht mehr auf sehr lange Dauer, wenn ihr sie mit Gottes Hilfe nicht schützt. Und ihr müsst sie schützen in erster Linie durch euer eigenes Wollen und Tun, bis zu den letzten Folgerungen, die der christliche Glaube als Lebensforderungen an euch stellt: bis zur Heiligung des Sonntags, bis zur Ehrlichkeit, sozialen Gerechtigkeit und christlichen Liebe in Handel und Wandel; bis zur Friedfertigkeit und Versöhnlichkeit; bis zur Keuschheit und vollkommenen Ehe — nach Christi Gebot; bis zu den Weisungen des eigenen Gewissens und der Kirche für Presse, Film und Schauspiel; bis zum lauteren Gehorsam, wenn Christus durch die kirchlichen Oberen zu euch spricht.

Ihr seid berufen, der Sache Jesu Christi im öffentlichen Leben zu Geltung und Sieg zu verhelfen: eine grosse Aufgabe, die kein Zögern duldet; denn der Gegner wähnt sich stark, und die Lebensform, die er der Menschheit aufzwingen würde, läge von der christlichen noch mehr ab als das Heidentum vergangener Zeiten. Sie wäre nicht nur unchristlich, sie wäre einfachhin unmenschlich. Der Erfolg eures Bemühens steht bei Gott. Aber eines ist sicher : er wird euch nur beschieden sein, wenn euer eigenes Leben im Einklang steht mit eurem Glauben.

Von den Tabernakeln eurer Heiligtümer ergiesse sich die alles vermögende Kraft des gottmenschlichen Erlösers über eure Oberhirten und Priester, dass sie « ihrer Herde Vorbid seien » (1 Petr. 5, 3); über eure Familien, dass sie zu Heimstätten heiliger Gottesfurcht, unentweihter, froher Jugend und beglückender Liebe werden; über alle von euch, die in den führenden Berufen der guten Sache dienen können und dienen wollen; über alle eure Kranken und Leidgeprüften, dass sie ihr Kreuz, dem Heiland nachfolgend, tragen mögen; über euch alle, dass die Gnade Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes mit euch sei (cfr. 2 Cor. 13, 13). Als Unterpfand dessen erteilen Wir euch aus der Fülle des Herzens den Apostolischen Segen.


*Discorsi e Radiomessaggi di Sua Santità Pio XII, XIII,
 Tredicesimo anno di Pontificato, 2 marzo 1951 - 1° marzo 1952, pp. 263 - 265
 Tipografia Poliglotta Vaticana

 



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